per Lastschrift

Bezahlen im Internet

Ratgeber Lastschrift

2012-11-12 22:27 von DMadmin (Kommentare: 0)

Bankeinzug - wie sicher sind meine Kontodaten?

In Deutschland gelten die Datenschutzrichtlinien weltweit am schärfsten. Viele Online-Shops haben sich zudem eigens Zertifizierungsverfahren zum Nachweis des Datenschutzes unterzogen. Dazu gehören beispielsweise die Trusted Shops, die EHI Geprüfte Online-Shops, TÜV Rheinland, Dekra Qualitätsmanagement, usw. Gibt man seine Bankdaten ein, dann werden diese bei den Online-Shops nicht veröffentlicht, sondern werden zum Shop-Betreiber gesendet. Nahezu alle Shop-Betreiber nutzen hierfür einen gesicherten, verschlüsselten Bereich, wobei viele Browser den gesicherten Bereich in der url-Zeile signalisieren.

Die Shops mit Sitz in Deutschland sind außerdem dazu verpflichtet, die Bankdaten ihrer Kunden durch ein Passwort zu schützen. Durch die Möglichkeit der Rückbuchung innerhalb von sechs Wochen ist das Risiko eines Betrugs zudem stark gemindert. Daher gilt es, die Kontoauszüge regelmäßig zu kontrollieren und unverzüglich einen Widerspruch einzulegen bzw. eine Rückbuchung zu veranlassen, wenn etwas suspekt erscheint. Wird widerrechtlich vom Konto Geld abgebucht, hat man einen Rechtsanspruch auf Wiedergutmachung, d.h. man kann Geld einklagen.

Der beste Schutz jedoch dürfte sein, dass der Schaden des Markenimmages immens groß wäre, wenn ein Missbrauch durch die Presse an die Öffentlichkeit käme. Besonders bekannte Online-Shops haben daher ein berechtigtes Interesse daran, ihren Namen zu schützen. Zahlungsverkehr mit deutschen Shops kann somit als sicher gelten.

Welche Gebühren werden bei fehlender Kontodeckung fällig?

Wird versucht, eine Lastschrift einzuziehen, das Konto weist aber keine ausreichende Deckung auf und die Lastschrift wird daraufhin von der Bank automatisch rückgebucht, dann berechnen die Banken eine pauschale Bearbeitungsgebühr. Dies gilt für alle deutschen Banken. Doch hinzu kommen noch die Mahngebühren, die der Einzugsermächtigte erheben kann, weil zum einen eine Zahlungssäumnis vorliegt und zum anderen ein Mehraufwand durch die fehlgeschlagene Abbuchung entstanden ist.
Wie hoch die Mahngebühren bzw. Säumniszuschläge sind, das hängt jeweils von dem Einzugsermächtigten ab. Die Firmen, Behörden, Online-Shops, etc., unterscheiden sich hier beträchtlich voneinander. Unter Umständen muss man mit einem saftigen Säumniszuschlag rechnen, der umso höher wird, je länger der fällige Betrag aussteht. Schlägt ein Lastschrifteinzug mehrmals fehl, dann bekommt der Betreffende in der Regel ein Schreiben, in dem er zur Zahlung aufgefordert wird - mit Androhung weiterer Mahngebühren bzw. mit Androhung des Rechtsweges.

Ein Lastschrifteinzug bei fehlender Deckung ist daher immer eine unangenehme Angelegenheit, die man alsbald aus dem Weg räumen sollte, um sich weitere Schwierigkeiten zu ersparen. Der ausschlaggebende Punkt sind dabei weniger die eher moderaten Bearbeitungsgebühren der Banken, die diese erheben, sondern die Maßnahmen, die der Einzugsermächtigte bei andauernder Zahlungssäumnis eventuell einleiten könnte.

Wie lange habe ich Zeit der Abbuchung zu widersprechen?

Ein Bankkunde hat praktischerweise mindestens sechs Wochen Zeit, um einer Abbuchung, die seiner Meinung nach widerrechtlich ist, zu widersprechen.
Widersprechen kann er zum einen, indem er zur Bank geht, seinen Widerspruch vorbringt und ein entsprechendes Formular unterschreibt. Dann wird der Betrag rückgebucht.
Wer Online-Banking hat, der sollte diese Variante nutzen. Auch dort hat man die Möglichkeit, Gelder zurück zu buchen und dabei anzugeben „wegen Widerspruch“. Die Online-Variante kostet dabei in der Regel nichts, während für die erste Variante oft eine minimale Bearbeitungsgebühr durch die Bank erhoben wird. Anhand dieser Tatsache ist es ersichtlich, wie wichtig es ist, monatlich seine Kontoauszüge zu holen und die abgebuchten Gelder zu prüfen. Auf diese Art kann man auf jeden Fall fristgerecht handeln. Auch das Online-Konto, falls vorhanden, sollte beobachtet werden. Sollte eine Abbuchung suspekt erscheinen, so sollte man dem auf den Grund gehen.

Wichtig ist es, einen Überblick über die Kontozugänge und Abgänge zu bewahren, damit man innerhalb der gesetzlichen Frist gegebenenfalls reagieren kann. Ist die Frist von sechs Wochen nämlich versäumt, dann ist das Geld zunächst weg, auch wenn es unrechtmäßig abgebucht wurde.

Was tun, falls eine Lastschrift wegen fehlender Kontodeckung nicht abgebucht wurde?

Vor allem gegen Ende des Monats kann es passieren, dass ein Lastschrifteinzug eingeht, das Konto aber nicht gedeckt ist. Dann gibt es mehrere Optionen. Der Kontoinhaber kann sich mit dem Einzugsermächtigten in Verbindung setzen und einen neuen Termin für eine Lastschrift vereinbaren. In der Regel sollte das funktionieren. Die einfachste Variante ist, dass man selbst den Betrag überweist und somit seine Schuldigkeit tut. Die entsprechenden Daten liegen in der Regel vor. Dabei sollte man aber aufpassen, dass sich ein zweiter Versuch, die Lastschrift einzuziehen, und die eigene Überweisung nicht überschneiden und man auf diese Art doppelt bezahlt. Dies kann Verwicklungen nach sich ziehen, denn eigene Überweisungen kann man nicht rückgängig machen, während eine zweite Rückbuchung der Lastschrift möglicherweise Irritationen hervorruft – zumindest solange, bis die überwiesenen Gelder eingegangen sind.

Weiß man, dass eine Lastschrift kommt, kann man auch mit der Bank vereinbaren, dass diese die Abbuchung durchgehen lässt, auch wenn das Konto überzogen ist. Dies ist dann eine Vereinbarung und hängt von der Kooperationsbereitschaft des eigenen Bankberaters ab. Sollte die Sache aber dringlich sein, wird die Bank in der Regel aber zustimmen. Auf diese Weise spart man sich lästige Mahngebühren.

Wie geht die Bank sicher, dass Dritte meine Zustimmung haben, um Geld per Lastschrift abzuheben?

Die Bank kann nicht sicher sein, dass Dritte die Zustimmung haben, um Geld per Lastschrift einzuziehen. Es obliegt vielmehr der Sorgfalt des Kontoinhabers, die Bewegungen auf seinem Konto zu kontrollieren und gegebenenfalls die gesetzliche sechswöchige Frist, Widerspruch einzulegen, wahrzunehmen. Die Bank aktuell meinst selbst hat keine Möglichkeit zu überblicken, mit wem der Bankkunde Geschäfte macht oder wem der Betroffene Geld zu Recht schuldig ist. Von daher lässt eine Bank jeden Lastschrifteinzug durchgehen, wenn das Konto gedeckt ist. Der Kontoinhaber ist angehalten, zumindest einmal im Monat seine Kontoauszüge zu prüfen oder sein Online-Bankkonto im Blick zu behalten. Banken können aus den geschilderten Gründen nicht dafür haftbar gemacht werden, wenn unrechtmäßig Gelder abgebucht werden.

Wo ist der Unterschied zwischen einer Überweisung und einer Lastschrift?

Um eine rechtmäßige Abbuchung per Lastschrift vorzunehmen, bedarf es der Einwilligung des Kontoinhabers. Dieser hat entweder unterschrieben, dass er mit dem Lastschriftverfahren einverstanden ist, oder er hat im Internet bei einer Bestellung seine Bankdaten angegeben und die AGBs akzeptiert. Dann ist der Einzugsermächtigte berechtigt, einen vereinbarten Betrag abzubuchen. Dies läuft automatisch, der Kontoinhaber muss hierfür weiter nichts tun, als seine Bankbelege regelmäßig zu kontrollieren, ob die Vereinbarung über den Betrag eingehalten wird. Lastschriften werden je nach Vereinbarung im regelmäßigen Turnus eingezogen (etwa bei der monatlichen Stromrechnung) oder aber dann, wenn zum Beispiel eine neue Bestellung erfolgt. Bei einer Überweisung hingegen veranlasst der Kontoinhaber selbst eine Zahlung an einen Dritten - per Online-Banking mit einer TAN oder direkt in der Bank, wo er einen entsprechenden Beleg unterschreibt. Wichtig ist, dass Überweisungen nicht rückgängig gemacht werden können, während Lastschriften widersprochen werden kann. Der Grund hierfür ist, dass eine Überweisung ja willentlich vorgenommen wird, wobei ein Vollbesitz der geistigen Kräfte vorausgesetzt wird, während eine Lastschrift auch unrechtmäßig sein kann, der Betroffene aber das Recht haben muss, sich zu wehren. Deswegen unterscheidet der Gesetzgeber bezüglich der Möglichkeit zur Rückbuchung zwischen einer Überweisung und einer Lastschrift.

Unrechtmäßiger Bankeinzug - was tun?

Ärgerlich: Gelder wurden zu Unrecht vom Konto abgebucht, womöglich mehrfach. Was ist da zu tun? Wurden unrechtmäßig Gelder vom Konto abgebucht, dann gibt es nur eins: die sechswöchige Frist einhalten und der Abbuchung widersprechen. Ferner sollte man ein unmissverständliches Schreiben aufsetzen und der entsprechenden Firma, dem Online-Shop, etc., strikt die Einziehung von Geldern untersagen bei Androhung des Rechtsweges.
Sollten weiterhin Gelder abgebucht werden, müssen diese sofort rückgebucht werden und der Betreffende hat das Recht, den Rechtsweg einzuschlagen. Die Bank anzuweisen, keine Lastschriften von dem Betreffenden mehr entgegenzunehmen, das geht leider oftmals nicht. Man kann lediglich der Bank Bescheid sagen, dass rückgebucht werden soll wegen Widerspruch (oder dies selbst per Online-Banking vornehmen).

Wichtig ist es, das entsprechende Schreiben aufzusetzen, sich eine Kopie davon anzufertigen und die Einzugsuntersagung per Einschreiben abzuschicken. Handelt es sich um ein zwielichtiges Unternehmen, das die Abbuchungen vornimmt, wird es erfahrungsgemäß aufgrund der schriftlichen Benachrichtigung Abstand nehmen von unrechtmäßigen Bankeinzügen. Glaubt sich die Gegenseite aber im Recht, dann muss die Sache womöglich vor Gericht entschieden werden.

Was muss man tun, um Beiträge per Lastschrift einziehen zu dürfen?

Um Beiträge per Lastschrift einziehen zu dürfen, bedarf es entweder einer schriftlichen Genehmigung des Kontoinhabers oder dieser muss im Internet durch Eingabe seiner Bankdaten und durch Akzeptanz der AGBs sein Einverständnis gegeben haben. Andernfalls sind Einzüge per Lastschrift unrechtmäßig.
Vereine beispielsweise holen sich einmal das schriftliche Einverständnis ihrer Mitglieder und buchen turnusgemäß einmal im Jahr ab - bis die Mitgliedschaft gekündigt wird oder ein Todesfall eintritt. Aber ob nun Verein, Firma, Behörde oder Online-Shop - in jedem Falle muss ein schriftliches Einverständnis vorliegen, damit man Beiträge per Lastschrift rechtlich gesehen einziehen darf. Alles andere wäre unrechtmäßig und der Betroffene könnte Widerspruch einlegen bzw., falls es eskalieren sollte, den Rechtsweg einschlagen. Vor Gericht würde er dann Recht bekommen.

Wie kann man eine Lastschrift zurückbuchen lassen?

Eine Lastschrift kann man auf zwei Wegen zurückbuchen lassen. Entweder man geht zu seiner Bank und widerspricht der Lastschrift, wobei ein Formular „wegen Widerspruch“ unterschrieben wird. Die Bank bucht das Geld daraufhin zurück. Die zweite Möglichkeit besteht im Online-Banking, falls man ein solches hat. Auch dort kann man Lastschriften „wegen Widerspruch“ selbst rückbuchen. Will man auf Dauer vermeiden, dass eine bestimmte Firma, ein bestimmter Shop, etc., versucht, per Lastschrift Gelder abzubuchen, muss ein Schriftsatz aufgesetzt werden, in dem das Einziehen von Geldern ausdrücklich untersagt wird. Eine möglicherweise aus Versehen gegebene Einzugsermächtigung (siehe Klick auf AGBs) wird damit widerrufen.

Kann ich dauerhaft der Abbuchung widersprechen?

Dauerhaft einer Abbuchung widersprechen – das geht nach unserer Kenntnis leider nicht. Da die Bank nicht weiß, welche Verpflichtungen ihr Kunde hat oder welche Geschäfte er betreibt, kann sie leider auch nicht grundsätzlich rückbuchen. Das ist die Rechtslage. Eine Rückbuchung muss in jedem Einzelfall vom Bankkunden selbst beantragt werden, entweder direkt in der Bank per Formular oder per Online-Banking. Um dauerhaft Abbuchungen von einer bestimmten Partei zu vermeiden, ist es notwendig, eine mögliche Einzugsermächtigung schriftlich zu widerrufen. Der Schriftsatz sollte per Einschreiben losgeschickt werden, wobei man eine Kopie für die eigenen Unterlagen behalten sollte. Wer also zum Beispiel vermeiden will, dass ein bestimmter Telefonanbieter immer wieder Gelder abbucht, muss diesem das Recht dazu ausdrücklich absprechen. Die Bank wiederum hat keine Grundlage, um Gelder immer wieder zurück zu buchen. Sie braucht dafür vielmehr die Auswahl und Unterschrift des Bankkunden.

Kann ich einer Abbuchung dauerhaft widersprechen – dies ist auch eine der meistgestellten Fragen in Banken. Jeder Bankberater kennt diese Frage. Die Lage sieht nach unserer Recherce aber so aus, dass Banken nicht generell rückbuchen dürfen, weil sie keinen Einblick in die Geschäfte ihrer Kunden haben.

Wie ist feststellbar, wer hinter einem Bankeinzug steckt?

Wer hinter einem Bankeinzug steckt, dies kann manchmal wirklich Rätsel aufgeben, vor allem wenn es um Interaktionen aus dem Ausland geht. Bankberater raten in diesem Falle, zunächst eine Rückbuchung vorzunehmen, um dann auf eine Nachricht zu warten. Ist die Abbuchung rechtens, dann wird sich die betreffende Partei sicherlich melden und am Briefkopf kann man dann erkennen, um wen es sich handelt bzw. man bekommt eine Telefonnummer zur Hand, um Näheres herauszufinden.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Bankleitzahl zu lokalisieren, um so eventuell dahinter zu kommen, wer hinter einem Bankeinzug steckt. Möglich ist es auch, im Internet nach dem Namen auf dem Bankauszug zu fahnden, und zu versuchen herauszufinden, mit welcher Firma der Name verbunden ist. Das Internet ist manchmal eine wahre Fundgrube an Informationen. Mitunter muss man sich dabei aber wirklich von Seite zu Seite hangeln, um den Urheber schließlich zu finden. Andere Möglichkeiten gibt es leider keine. Gerade Abbuchungen, die aus dem Ausland vorgenommen wurden, sind manchmal schwierig nachzuvollziehen. Dabei verbergen sich vor allem unseriöse Unternehmen häufig im Ausland und machen es geprellten Kunden auch gezielt schwer, ihnen auf die Spur zu kommen. Typische Orte sind Mallorca oder die Bahamas.

Wie kann man die Einzugsermächtigung wieder entziehen?

Eine Einzugsermächtigung kann man nur dann wieder entziehen, indem man diese schriftlich kündigt. Eine schriftliche Kündigung ist sogar Bedingung dafür, dass keine Gelder mehr abgebucht werden dürfen. Im Idealfall schickt man die schriftliche Kündigung per Einschreiben weg und behält eine Kopie für die eigenen Unterlagen.

Sollte die Gegenpartei weiterhin Abbuchungen vornehmen, ist es möglich, den Rechtsweg zu beschreiten. Der schriftliche Nachweis, dass man die Einzugsermächtigung entzogen hat, genügt dann. Natürlich muss jeweils der Betrag einzeln rückgebucht werden, falls es zu weiteren Abbuchungen kommt, weil die Bank nicht generell angewiesen werden kann, von einer bestimmten Partei Abbuchungen grundsätzlich nicht zuzulassen. Daher sollte man sein Konto sorgfältig beobachten, um rechtzeitig eingreifen zu können. Gerade dann, wenn man eine Einzugsermächtigung gekündigt hat, sollte man ein Auge darauf haben, dass sich die Gegenpartei auch daran hält. Insbesondere in großen Betrieben mahlen die Mühlen manchmal sehr langsam und so kann es zu Unstimmigkeiten kommen.

Zurück